Bürgerpanel-Zusammensetzung

Anfang Mai 2019 konnten wir unsere zweite Befragung zum Bürgerpanel abschließen. Wir haben uns sehr über Ihr Engagement und die vielen Antworten gefreut – hierfür noch einmal ein herzliches Dankeschön! Zur zweiten Befragungen konnten wir viele neu registrierte Bürgerinnen und Bürger verzeichnen, was wir gerne zum Anlass nehmen wollen, das aktuelle Panel und seine Zusammensetzung vorzustellen.

Zum aktuellen Zeitpunkt – Anfang Mai – besteht unser Panel aus 772 registrierten Bürgerinnen und Bürgern. Im Folgenden haben wir für Sie einen Überblick über die Zusammensetzung des Panels aufbereitet und abschließend einen Vergleich mit der Bevölkerung Darmstadts angestellt.

Ein kleiner Hinweis am Rande: Wenn Sie sich selbst als Teil des Panels unterrepräsentiert sehen, sind Sie herzlich eingeladen, unter Freunden und Familie Werbung zu machen! Wir sind sehr bemüht, das Bürgerpanel für Darmstadt so repräsentativ wie möglich zu machen, um die Stimmen aller Bevölkerungsgruppen zu hören. Dafür sind wir aber auf Ihre Hilfe angewiesen.

Die Basics

Die Mitglieder des Bürgerpanels sind zwischen 18 und 82 Jahren alt. Etwas mehr als die Hälfte (54%) sind weiblich.

Wie in der Grafik zu sehen, leben 43% der Panelmitglieder in einem Zweipersonenhaushalt, gefolgt von einem Einpersonenhaushalt (20%) und Mehrpersonenhaushalten verschiedener Größen (insgesamt 37%). Die meisten Mitglieder sind verheiratet oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, entweder mit ihrem(r) Partner(in) zusammen (55%) oder getrennt (2%). Darüber hinaus sind 6% der Beteiligten verwitwet, geschieden oder getrennt und 36% sind ledig. Die Mehrzahl der Mitglieder hat die deutsche Staatsangehörigkeit (97%).

Bildung und Beruf

Etwa 88% der Bürgerpanelmitglieder haben das Abitur abgeschlossen, mit dem Realschulabschluss als zweithäufigsten Abschluss (9%). Zudem besitzen mehr als die Hälfte der Mitglieder einen universitären Abschluss (12% Bachelor, 45% Diplom/Master/Magister, 8% Promotion), gefolgt von einem berufsqualifizierenden Abschluss mit 23%.

Momentan arbeiten mit 51% knapp mehr als die Hälfte der Panelmitglieder in Vollzeit und 25% in Teilzeit. Aber auch Rentnerinnen und Rentner (10%), Studierende (8%), und Personen in Beurlaubung, Erwerbssuche sowie Hausfrauen und –männer (jeweils 2%) befinden sich unter den Mitgliedern. Von den Berufstätigen sind 43% in einem Großunternehmen (250 und mehr Beschäftigte), 13% in einem mittleren Unternehmen (50 bis 249 Beschäftigte), 10% in einem kleinen Unternehmen (10 bis 49 Beschäftigte) sowie 9% in einem Kleinstunternehmen (weniger als 10 Beschäftigte) angestellt. Zusätzliche 14% der Mitglieder sind selbstständig tätig.

Das monatliche Nettoeinkommen pro Haushalt der Panelmitglieder ist in der untenstehenden Grafik abgebildet – mit 18% ist die Rubrik 3001-4000€ am häufigsten vertreten, auf die die jeweils angrenzenden Rubriken mit wenig Abstand folgen.

Mobilität

Viele unserer Befragungen beschäftigen sich mit Themen der Mobilität. Aus diesem Grund werfen wir einen besonders ausführlichen Blick darauf, wie sich unsere Panelmitglieder in ihrem Alltag bewegen.

In der untenstehenden Grafik können Sie erkennen, welche Fortbewegungsmittel Panelmitglieder am häufigsten nutzen, um von zu Hause zur Arbeit, zum Einkaufen oder zu Freizeitaktivitäten zu kommen. Dabei fallen verschiedene Dinge auf: Zum einen ist erkennbar, dass es einen Zusammenhang zwischen Ziel der Strecke und gewählter Fortbewegungsart zu geben scheint. Beispielsweise wird der ÖPNV wesentlich häufiger für den Weg zur Arbeit oder zum Freizeitvergnügen als zum Einkaufen genutzt. Mit dem Fahrrad fahren die Panelmitglieder zumeist zur Freizeit, jedoch weniger zur Arbeit und zum Einkaufen. Zu Fuß wird dagegen am häufigsten zum Einkaufen gegangen. Zusätzlich lässt sich klar ablesen, dass einige Verkehrsmittel insgesamt stärker genutzt werden als andere: So sind das Auto (oder Motorrad) sowie das Fahrrad die am häufigsten genutzten Verkehrsmittel auf allen Strecken.

Panelmitglieder im Vergleich mit Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Darmstadt

Zuletzt geben wir Ihnen noch einen Überblick über die Vergleichbarkeit des Panels mit dem Raum Darmstadt. Auf der Karte wird die räumliche Verteilung der Panelmitglieder im Vergleich mit der Bevölkerung Darmstadts (in Klammern) angezeigt. Wie zu sehen ist, sind einige Viertel gut repräsentiert, bei anderen bemühen wir uns noch, weitere Panelmitglieder zu gewinnen.

Auch die Städte und Gemeinden, die an Darmstadt angrenzen, sind für die Entwicklung Darmstadts wichtig: Insgesamt kommen 10% der Panelmitglieder aus den Regionen Pfungstadt, Weiterstadt, Griesheim, Mühltal, Ober-Ramstadt, Roßdorf, Erzhausen und Messel. Weitere 7% kommen aus der weiteren Region, pendeln aber beispielsweise nach Darmstadt.

Wir haben die Panelmitglieder, die in Darmstadt wohnhaft sind (83%) mit der Bevölkerung Darmstadts verglichen. Wie in den beiden obigen Grafiken zu sehen, ist das Geschlecht sowie die Altersverteilung im Vergleich mit Darmstadt gut im Bürgerpanel abgebildet. Es gibt dennoch einige Gruppen, die deutlich unterrepräsentiert sind. Neben älteren Bürgerinnen und Bürgern (siehe oben) sind das auch Personen mit nicht deutscher Staatsbürgerschaft: etwa 7% EU-Bürgerinnen und Bürgern und 13% nicht-EU-Bürgerinnen und Bürgern in Darmstadt stehen beim Bürgerpanel nur jeweils 1% gegenüber. Auch Bürgerinnen und Bürger verschiedener Bildungsgruppen sind noch ungleich vertreten, wie unser letztes Diagramm zeigt:

So ist das Abitur weit besser vertreten als ein Realschul- oder Hauptschulabschluss. Auch Schülerinnen und Schüler sind unterrepräsentiert, wobei das teilweise der Altersgrenze des Panels von mindestens 18 Jahren zuzuschreiben ist.

Stand: Mai 2019

Weitere Informationen

Kontakt

Prof. Dr. Daniel Hanß

Haardtring 100
64295 Darmstadt
: A10,403
+49.6151.16-37969

Dr. Charis Eisen

Haardtring 100
64295 Darmstadt
: A10,402
+49.6151.16-38637

FAQ

Was ist ein Bürgerpanel?

Ein Bürgerpanel ist eine Beteiligungsplattform für Bürgerinnen und Bürger. Regelmäßig werden dort Befragungen zu aktuellen Themen durchgeführt, welche Informationen für Wissenschaft und regionale Akteure liefern. Diese Informationen fließen dann in die Umsetzung von Ideen und die Weiterentwicklung der Region ein. Weitere Informationen zu Bürgerpanels finden Sie zum Beispiel  hier.